Hanoi
30 11 2010Im Flieger haben wir uns schon (von Jetstar) ein Ticket (30.000 Dong) besorgt, um mit dem Bus in die Altstadt zu fahren. Es empfingen uns 23°C und war schon wesentlich kühler als im Süden. Mit Strickjacke aber ganz angenehm – bis die Sonne untergeht :-). Dann sinken die Temperaturen zurzeit auf 15°C. Die Einheimischen laufen alle mit dickgefütterten Winterjacken, Schal und Mütze rum. Hat ein wenig das Flair wie Frühling oder Herbstanfang in Deutschland (nur ohne Regen).
Das Taxiproblem stellt sich auch in Hanoi nicht besser dar als in Saigon, wie sich später herausstellte, sollten wir hier eine Trefferquote von 100% haben. Wir wissen aber jetzt wie ein ordentlich verblombtes Taxameter aussieht und lassen uns nicht mehr verarschen, aber versuchen tun sie es alle.
Gestern gefiel uns Hanoi noch nicht so wirklich. Man fühlt sich wie eine Kuh, die permanent gemolken werden muß. Bei vielen Straßenverkäufern hat man das Gefühl lästig zu sein. Sicherlich hatten wir da einfach nur Pech und es ist nicht die Regel, aber bisher kam hier noch kein gutes Gefühl auf.
Auch haben wir den Zoo der Hauptstadt besucht. Das Wort Zoo ist mächtig übertrieben – Tierpark wäre wohl angebrachter. Ein überschaulicher Park mit ein paar einheimischen Tieren: 2 Elefanten, viele Vögel (Fasane, Pfauen, Papageien, Tauben, … nichts besonderes), 7 Krokodile, 5 Tiger und 3 asiatische Bären. Keine Schlangen, kein Aquarium … naja, hat aber auch nur 4.000 Dong/ Person Eintritt gekostet. Die Käfige sehen so aus, wie man sie sich vorstellt (verrostete Gitter und Betonboden) und die Tiere haben keinerlei Abwechslung oder Beschäftigung. Naja. Außerdem gab es wesentlich mehr Kioske und Kinderkarussells als Tiere zu sehen. Nicht unbedingt empfehlenswert.
Heute sah die Welt schon wieder anders aus. Wir waren lecker essen. Italienisch “”All you can eat” für umgerechnet 2,5 € und haben zu Fuß die Altstadt erkundet. Der Verkehr ist chaotisch, wenn man noch dazu bedenkt, daß die kleinen Gässchen dafür absolut nicht ausgelegt sind. Erinnert ein wenig an eine Rohrverstopfung welche höllischen Lärm von sich gibt. Die Bürgersteige sind auch nicht als solche zu benutzen, da die Händler, da ihre winzigen Läden (Mietpreise sind schwindelerregend hoch) einfach nicht ausreichen, um all ihre Waren zu präsentieren, die kompletten Bürgersteige in Beschlag genommen haben. Also bleibt nichts anderes übrig als noch auf der Straße zu laufen, was auch ein komisches Gefühl beschert. Ist aber sehr angenehm, wenn die warmen Auspuffe der Roller die Waden erwärmen. 🙂
Zufällig sind wir auf unserem Weg am Wasserpuppentheater vorbeigekommen, die nächste Vorstellung sollte in 15min beginnen, kurzerhand haben wir uns dazu entschieden uns dieses mal anzusehen. Wir hatten eigentlich nichts besonderes erwartet, aber ehrlich gesagt es war wirklich toll. Kaum zu glauben, doch wir waren wirklich begeistert.
Zum Abschluß haben wir über den Dächern von Hanoi eine heiße Schokolade und einen heißen Tee getrunken. War sehr schön. Leider konnten wir keine Fotos machen, weil wir geglaubt haben, daß unser Fotoapparat geklaut wurde (haben wir immer in der Seitentasche vom Rucksack), es stellte sich aber gottseidank heraus, daß wir ihn im Zimmer liegen gelassen hatten, weil die Blase kurz vorm Platzen war.
Unser eigentliches Ziel ist ja die Halong Bucht. Daher machen wir morgen (1.12.10) einen Ausflug (3Tage und 2Nächte) dorthin. Lt. Wetterbericht sollen das die schönsten drei Tage der Woche werden – hoffentlich! Wäre schade, wenn alles in Nebel gehüllt ist und man nichts sehen kann.
Kategorien : Vietnam
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