Ausflug nach Koh Kong

30 11 2010
Kartenbild

Nachdem uns Sihanoukville langsam etwas langweilig wurde, kamen wir auf die Idee einen Abstecher an die grenznahe Stadt Koh Kong  ( Grenze zu Thailand ) zu unternehmen. Gigantisch schöne Landschaft.

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Nach vier Stunden Busfahrt kamen wir in strömenden Regen am Busbahnhof an. Der Regen wollte auch nach 15min nicht nachlassen und haben das nächst Tuk-Tuk gechartert. Eine allein reisende Belgierin bat uns sie mitzunehmen und so konnten wir den Preis durch drei teilen. Eigentlich wäre das Tuk-Tuk allein mit unserem Gepäck ( 3 Personen !!! ) schon voll genug gewesen, aber mit viel Quetschen haben alle Beine und Ärsche reingepasst. 🙂

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Durch vorherige Recherche hatten wir uns schon eine Unterkunft auserkoren und die steuerten wir an. Zimmer waren frei, jedoch wie soll es auch anders sein, nicht zu dem angegebenen Preis. Der Luxus von heißem Wasser ist gleichbedeutend mit dem doppelten Preis. Leider gibt es nur heißes Wasser in Kombination mit Klimaanlage. Der Preiszuschlag ist auf den großen Stromfresser Klimaanlage zurückzuführen, welche wir nicht unbedingt brauchen.

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Da waren wir nun, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Koh Kong ist eine reine Durchreisestadt und die Grenzgänger bleiben maximal eine Nacht und setzten dann ihre Reise fort. Ein Kommen und ein Gehen. Da die Stadt so gar nichts zu bieten hat und sehr verschlafen wirkt und für Touristen keineswegs attraktiv ist, flüchteten auch wir am nächsten Tag. Koh Kong liegt zwar geographisch in Kambodscha, jedoch erinnert hier nichts an Kambodscha – man fühlt sich eher so als wäre man in Thailand. Sogar die thailändische Währung ist hier Hauptzahlungsmittel. Somit rechnen wir nun mit vier verschiedenen Währungen (Euro, Dollar, Riel und Baht).

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Habe aber keine Schokolade gefunden 🙁

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Nach reiflicher Überlegung, würden wir gern schreiben entspräche aber nicht der Wahrheit, tatsächlich fiel uns nichts besseres ein als zurück nach Sihanoukville zu fahren ( Planlos und ohne Internet von dem wir uns Hilfe versprochen hätten ).

Was wir aber zu diesem Zeitpunkt nicht wußten, daß genau an diesem Wochenende, eines der größten Feste Kambodschas, das Wasserfest stattfindet. Das sollte für uns ein großes Problem darstellen, da es keine freien, geschweige denn günstige Unterkünfte zu finden gab. Also mußte eben eine teure herhalten. Leider hat dieses Wochenende für Kambodscha tragisch geendet. Bei einer Massenpanik in Phnom Penh, hervorgerufen durch tausende Menschen (7-8.000) auf einer langen viel zu schmalen Brücke, kamen 456 Menschen ( überwiegend Jugendliche ) ums Leben und es wurden über 750 verletzt.

Zur Abwechslung von Sonne Strand und Meer haben wir doch eine Attraktion in Sihanoukville gefunden. Findige Russen hatten eine tolle Idee und haben diese umgesetzt. Das Snake House ( Schlangenhaus ) . Ganz viele Pflanzen und Dschungelatmosphäre begegnet einem schon im vorgelagerten Restaurant. Mittendrin befindet sich ein riesengroßes Salzwasseraquarium, welches bestimmt die Hälfte der Fläche des Restaurants einnimmt. Großer Hingucker – für Birgit Weggucker – sind die Glastische , die gleichzeitig  als Terrarien für Schlangen dienen.

Für 3 $ oder einer Mahlzeit im Lokal  ( völlig überteuert, mit viel Stil, aber fadem Essen ) kann man sich den kleinen Privatzoo ansehen. Zu sehen gibt es Fische, Vögel, Krokodile und ganz viele verschiedene Arten von Schlangen. Eine angriffslustige Speikobra hat Annika ihr Gift direkt in die Augen gespritzt. Nur gut das uns eine Glasscheibe voneinander trennte. Selten das Tiere in Zoos noch auf Menschen reagieren, sonst liegen sie nur teilnahmslos in der Ecke und bewegen sich nicht. Entweder war diese Schlangenart besonders aggressiv oder sie war ein Neuzugang. Keine Ahnung – so gut kennen wir uns mit Schlangen dann doch nicht aus. Alles in allem war es ein schöner und lohnenswerter Besuch. ( Leider haben die Akkus fürn Fotoapparat versagt – schade )

Unsere Aufenthaltsdauer in Kambodscha neigte sich dem Ende und darum mußten wir uns um das nächste Visum kümmern. Das vietnamnesische Konsulat befindet sich vor Ort und die ganze Prozedur dauerte nicht einmal eine Zigarettenlänge und kostet 45 $.



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1 Antwort zu “Ausflug nach Koh Kong”

  • frank sagt:

    Hallo anbi
    Eurer Beschreibung nach war ja wohl dieser Ausflug nach Koh Kong , im touristischem Sinne , ein kleiner Reinfall . Aber sicher hat er trotz einiger Wiedrigkeiten zum besseren Verständniss des Landes und seiner Bevölkerung beigetragen . Da das Wetter bei dieser Fahrt ja recht gegen Euch war , der Ort absolut nichts zu bieten hatte und der Ordnungssinn der Einheimischen sicher auch nicht gerade zur großen Freude beigetragen hat , wird Eure Stimmung sicher auch nicht zum Besten gewesen sein , was durchaus , für jeden Betrachter , nachvollziehbar ist . Fotos sind ja eine Menge dabei herausgekommen und die im eingefügten Album kann man sich auch schön der Reihe nach ansehen , nur die , welche im Text eingefügt sind , muß man alle einzeln öffnen . Auch wär es schön wenn die Bilder jeweils einen Titel hätten , damit man besser versteht was und wo .
    Sicher seid Ihr , trotz des höheren Preises , froh gewesen wieder in der zivilisierteren
    Umgebung von Siahnukvill zu sein , obwohl die zum Faulwerden verleitet .
    Hier , und nicht nur in Thüringen sondern in ganz Deutschland , ist nun so richtig Winter . Die Temperaturen liegen nachts seit einigen Tagen immer um die -12bis-13°C und auch tagsüber wird es kaum wärmer als -10°C . Auch der Schnee ist Vorgestern , von 25cm am Wochenende , auf über 30cm angewachsen . Genaue
    Angaben kann ich nicht machen , weil der neue Schnee mit sehr viel Wind herunter kam und alles verweht hat . Durch diese Situation herrscht natürlich das blanke Chaos in Deutschland . Überall läuft nur die Hälfte von dem was laufen sollte , Fluhäfen , Bahn , Straße , überall chaotische Zustände . Es geht eben alles viel langsamer und das ist in Deutschland Niemand mehr gewöhnt , da muß es alles immer möglichst sofort , oder zumindest pünktlich und termingerecht ,sein. Über derartigen Termindruck macht sich sicherlich , dort wo Ihr seid niemand heiß .

    So das war’s für Heute
    Grüße von Frank im Winterland

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